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Die Geschichte des Landsteins

Die Glocke vom Landstein

Als das Morden und Sengen des Dreißigjährigen Krieges, das unsere Taunusheimat verwüstet hatte, vorüber war, lag auch die große Glocke aus der Kirche am Landstein unter Geröll und Erdreich im Fuße des Turmes verborgen. Sie war aus dem verbrannten Turmhelm herabgefallen.

Eines Tages nun hütete ein Schweinehirt aus der Nachbarschaft seine Tiere im Wiesengrund am Landstein. Die Borstentiere gruben, wie es so ihre Art ist, mit dem Rüssel den Boden. Da sah man plötzlich Metall schimmern. Aufgeregt trieb der Hirte die Herde heimwärts und meldete den Fund; Metall war kostbar! Mit Hacken und Schaufeln zog man zur Ruine der Landsteiner Kirche. Nach mühevoller Arbeit wurde der Fund freigelegt: Es war die große Glocke aus der Wallfahrtskirche, die den Namen "Susanne" trug. Sie wurde heil geborgen. Doch im Kirchturm konnte sie nicht wieder aufgehängt werden, es stand ja nur noch ein Stumpf des ehemaligen Glockenturms. So verkaufte man die große Landsteiner Glocke für schweres, gutes Geld nach Oberursel. Dort wurde sie aufgehängt und wird heute noch geleutet. In ihrem Klang will man den Vers hören:

"Susanne heiß' ich!
Säurüssel fand mich!
Hätt' mich Säurüssel nit gefunne,
Wär ich nit nach Urschel kumme!