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Die Geschichte des Landsteins

Chronik von Kirche, Dorf, Markt und Mühle am Landstein

Am 21. Juni 1500 wurde die Mühle am Landstein zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Seither ist hier viel geschehen. Über Aufstieg, Glanzzeit und Niedergang des Ortes Landstein mit Kirche und Dorf sowie die vielen Histörchen um die Landsteiner Mühle wird hier berichtet. Lesen Sie auch, was es mit den sagenumwobenen Roten Mönchen vom Landstein auf sich hat.


1272 · erster Hinweis auf eine Kirche am Landstein.

1350 · als befestigter Dienstsitz des Ritters Markolf – Lehensnehmer der Herren von Eppstein - unter dem Namen „Landsburg“ mit Dorf und Gericht genannt.

1369 · erwarb Hartmud von Cronberg Dorf und Gericht.

1441 · ging der Besitz zurück an die Eppsteiner.

Ende 15. Jh. · Rentbuch der Kirche "Unserer lieben Frauen am Landstein" liefert Hinweis auf Bruderschaft (Laienprediger im Dienst der Kirche).

21. Juni 1500 · Ersterwähnung der Mühle am Landstein in einer Urkunde von Gottfried IX. von Eppstein.

1517 · Erste Erwähnung eines Wirts am Landstein "Paulus, der Wirt der Bruderschaft Unserer Lieben Frauen“.

1519 · Kirchenschätze sind in der Burg Altweilnau eingelagert.

1522 · Hinweis auf eine Wallfahrt zum Landstein.

1535 · Niederlegung der Pfarrei für die Dörfer Landstein, Treisberg, Finsterntal.

1547 · Erstwähnung des Ostermarkts - Am Landstein wurde am Dienstag nach Ostern und am Jacobitag, 25. Juli Markt gehalten.

30. März 1551 · Mord an Philippus von Reifenberg durch zwei Altweilnauer Waffenknechte nach einem Gelage in der Landsteiner Mühle.

21. April 1584 · Mord an Müller Mappes auf dem Landsteiner Steg nach einem Streit mit einem Merzhäuser Einwohner.

1596 · letzte Erwähnung des Dorfes Landstein, Ein Dorf im klassischen Sinne war es wohl nicht, sondern ein paar Häuser mit Krämer, Wirt etc. für die Wallfahrer. Mit der Reformation hörten die Wallfahrten auf und das Dorf wurde im 30jährigen Krieg gewüstet.

1651 · werden Westportal, die achteckigen Säulen und Ziegel der Kirche im Neubau der 1635 niedergebrannten Usingen Laurentiuskirche wiederverwendet.

28. Februar 1652 · Meldung "Die Landsteiner Mühl ist übern Hauffen gefallen, eine kleine Scheuer stehet noch ... die Mühle wird in Menschengedenken nicht mehr aufgebaut werden."

1675 · Kauf der Mühle durch Conrad Roth aus Altweilnau. Die Mühle war wohl in der Zwischenzeit wieder aufgebaut worden.

1694 · wird in einer Inventarliste ein Braukessel erwähnt.

1. März 1738 · Johann Philipp Busch erhält von Carl Fürst zu Nassau einen Mühlenbrief für die Mühle am Landstein. Die Mühle bleibt über 250 Jahre im Besitz der Familie.

1957 · Stilllegung des Mühlenbetriebs. Seither ausschließliche Nutzung als Gaststättenbetrieb.

Herbst 1979 · Kauf des Hauptgebäudes durch Gertrud Stöckl.

5. Januar 1980 · Johann Stöckl eröffnet sein Restaurant in der Landsteiner Mühle.

10. Oktober 1980 · mit Werner Busch verstirbt der letzte Müller vom Landstein.

1. Januar 2002 · Alexander und Michael Stöckl übernehmen das Restaurant.

Herbst 2005 · In der Landsteiner Mühle wird wieder Apfelwein ausgebaut.

Herbst 2006 · Alexander Stöckl verlässt die Firma und Mathias Reiter wird Küchenchef und Alexanders Nachfolger.

1. Januar 2007 · Das Restaurant wird unter Michael Stöckl zu Deutschlands Erstem ApfelWeinBistrorant weiterentwickelt.

Juni 2010 · Das Kirchenschiff der Kirchenruine wird für das 4. Landsteiner Jazzfestival gekiest.